Der Prophet Jeremia wunderte sich über all die Ungerechtigkeiten, die es innerhalb seines Volkes gab. Es ist doch Gottes Volk, oder? Wenn wir als Zeuge Jehovas Ungerechtigkeiten außerhalb der Glaubensgemeinschaft erleben, wundern wir uns nicht. Aber warum innerhalb der Glaubensgemeinschaft? Warum geht es hier so ungerecht zu? Es ist doch Gottes Volk! Man wollte in Jesu Fußstapfen treten. Es sollte hier lauter Nächstenliebe und Bruderliebe geben. Aber das Gegenteil ist der Fall. Die Antwort finden wir in Jeremia Kapitel 12.
Jeremia Kapitel 12

Eine Vers-für-Vers-Betrachtung

Jeremia im Dialog mit Jehova

Viele von uns mögen bekümmert sein, wenn sie innerhalb der Christenversammlung so viel Heuchelei und Ungerechtigkeit vorfinden. Wie denkt Jehova darüber? Das, was man erlebt, kann einem geradezu zum Straucheln bringen (Habakuk 1:13).

Auch Jeremia war sehr bekümmert über das, was er innerhalb des Volkes Jehovas gesehen hatte. Aber vor allem konnte er Jehova nicht ganz verstehen, warum er nichts dagegen unternimmt. Es sah für ihn gerade so aus, wie wenn Jehova sich zum Komplizen von Übeltätern machen würde, obwohl das doch gar nicht sein kann, da Jehova gerecht ist. Wie soll das alles passen?

So schüttete er nun sein Herz vor Jehova aus und dies finden wir in Jeremia 12:

Jeremia 12:1

Jeremia möchte sogar über Rechtssachen mit Jehova reden, wie wenn er Jehova für ungerecht halten würde. Aber er weiß natürlich, dass Jehova gerecht ist. Nur er versteht nicht, warum gerade die Bösen Gelingen haben. Die Frage ist nicht, warum gibt es generell Böses, sondern warum scheinen die Bösen innerhalb von Gottes Volk Jehovas Unterstützung zu haben. Dies geht aus den folgenden Worten hervor:

Jeremia 12:2

Obwohl sie Jehova nur mit dem Mund preisen, scheinen sie mit Jehovas Hilfe Segen zu haben. Warum richtet Jehova sie nicht, fragt er sich. Die Nieren symbolisieren das Innere des Menschen, also das, was ein Mensch tatsächlich ist oder tut. Betrachten wir einen, der Jehova mit dem Mund preist und der sogar Eifer und Begeisterung an den Tag legt. Er hat auch seinen Ehepartner verlassen, seinen engsten Gefährten übervorteilt. Im praktischen Leben möchte er sich nicht durch gerechte biblische Grundsätze einengen lassen. Der von ihm Übervorteilte wundert sich ständig. Dies etwa mag Jeremia gemeint haben. Und nun wünscht er, Jehova möge diese richten:

Jeremia 12:3

Jeremia weiß, dass man andere nicht schnell richten sollte, da man vielleicht selbst ins Gericht gebracht werden könnte (Matthäus 7:1, 2). Doch er ist sich sicher, da er weiß, dass er sich schon von Jehova prüfen ließ. Ihm ist diese Heuchelei völlig fremd. Er würde so etwas nie tun. Darum hat er den Mut, die Verurteilung zu fordern.

Nun spricht er die verderblichen Auswirkungen an:

Jeremia 12:4

Jeremia beschreibt hier in bildlicher Redeweise den geistig verdorbenen Zustand, der durch die oben erwähnte Heuchelei entsteht. Tiere und fliegende Geschöpfe sind davon abhängig, was ihr Lebensraum ihnen bietet, ob genügend gesunde Nahrung vorhanden ist und ihre Umgebung nicht in irgendeiner Art und Weise Schaden verursacht. Darum stehen sie hier für Menschen, die Jehova in rechter Weise anbeten würden, wenn ihr Umfeld intakt wäre. Die Schadenstifter wiegen sich in Sicherheit. Da sie anscheinend Segen haben, würden sie auch in Zukunft nicht von Jehova zur Rechenschaft gezogen werden, so meinen sie.

In den folgenden Versen wird Jeremia noch direkter und dies hört sich so herausfordernd gegenüber Jehova an, dass die meisten Bibelkommentatoren glauben, hier würde nun Jehova zu Jeremia reden. Doch Jeremia, der ein sehr enges Verhältnis zu Jehova hat, schüttet sein ganzes Herz vor Jehova aus. Der liebevolle und demütige Gott nimmt ihm dies nicht übel. Darum hören wir uns nun an, was Jeremia zu Jehova spricht:

Jeremia 12:5

Wenn diejenigen, die Jehovas Volk anleiten, gegen Ihn sündigen, dann wird Jehova genötigt, diese Dinge irgendwie zu tragen, wenn er sein Volk nicht gleich verwerfen möchte. Er muss sozusagen mitlaufen. Doch Jeremia kennt seinen gerechten Gott (5. Mose 32:4). Er weiß, dass Jehova auch bei „Fußgängergeschwindigkeit“ sozusagen ermüdet wird. Denn es heißt in Jesaja 43:24:

… Ja, du hast mich wegen deiner Sünden zu dienen genötigt; du hast mich ermüdet mit deinen Vergehungen.

Nun aber sind die Verhältnisse derart schlimm geworden, dass er geradezu mit Pferden um die Wette laufen müsste, wenn er die Vergehungen seines Volkes noch irgendwie tragen wollte. Es ist ja das Land des Friedens, „Jehovas Organisation“. Und das rechtfertigt alles?

Nun gebraucht er die Ufer des Jordans als Veranschaulichung. Es müssten dort eigentlich paradiesische Verhältnisse herrschen, da der Jordan für hervorragende Bewässerung sorgt. Ein üppiger Pflanzenwuchs ist die Folge. Genauso sorgt Jehova in der Christenversammlung für eine hervorragende Bewässerung, geistige Speise, Wasser des Lebens (Johannes 4:10), das hier fließt. Aber wie ist es nun am Jordan? Durch das üppige Pflanzenwachstum entstehen dort richtige Dickichte, die sich einem stolz in den Weg stellen. Es gibt kein Durchkommen. Außerdem wird auch berichtet, dass sich dort Löwen versteckt halten und dass es dort Insekten gibt, die Krankheiten übertragen können. Also doch kein echtes Paradies ohne Gefahren!

Und so ähnlich ist es auch unter Gottes Volk. Ja, der üppige Segen von Jehova hat nicht nur zu einem geistigen Paradies geführt. Denn auch diejenigen, die Schaden stiften oder stolz über ihre Brüder herrschen wollen, haben gedeihen. Und stolz über den Segen Jehovas und die Beweise, dass Jehova mit seinem Volk ist, haben sie sich übersteigert in ihrem Eifer, um eigene Maßstäbe aufzustellen und über ihre Mitbrüder zu herrschen und sich selbst zu verherrlichen. Wie möchte Jehova darauf reagieren, fragt sich Jeremia.

Jeremia 12:6

Das muss man richtig verstehen. Jeremia redet weiter zu Jehova. Natürlich hat Jehova keinen Vater und keine Brüder. Jeremia meint hier die Glaubensbrüder, die Jehova ja als sein Volk gesegnet hat und er meint die Väter, die Jehova über sein eigenes Volk gesetzt hat, damit sie Anleitung bieten wie ein Vater. Jeremia wendet ein, dass auch diese treulos gehandelt haben. Sie reden zwar ständig gute Dinge, preisen Jehova mit den Lippen (Jesaja 29:13). Aber sie rufen Jehova nach, indem sie sogar Dinge in ihrer Versammlung missbilligen, die Jehova selbst durch seinen Geist herbeigeführt hat!

Nun hat Jeremia ausgeredet und Jehova antwortet ihm. Wir sind gespannt, wie Jehova die Einwände Jeremias beantwortet:

Jehovas Sichtweise

Jeremia 12:7

Jehova sieht die Lage genauso schlimm wie Jeremia! Einziger Unterschied, Jehova spricht in der Vergangenheit. Er hat sein Haus schon verlassen, obwohl in Jeremias Augen das gerade noch nicht der Fall zu sein schien. Für Jeremia sah es so aus, als ob Jehova in einer für ihn unerklärlichen übergroßen Langmut alles, was übel ist, einfach hinnimmt. Und deshalb wollte er geradezu mit Jehova verhandeln. Doch Jehova hat sein Haus schon lange verurteilt und sich von ihm abgewandt. Und das ist der Unterschied zu uns Menschen. Wir Menschen sehen eine Momentaufnahme auf einem Punkt im Strome der Zeit, den wir Gegenwart nennen. Als König der Ewigkeit (Offenbarung 15:3) kann Jehova sozusagen wie mit einer Zeitmaschine in die Zukunft reisen und dann die gegenwärtigen Dinge aus dieser Perspektive sehen, wie wenn sie schon vergangen wären. Das Gericht wird so sicher kommen, dass die gegenwärtigen Verhältnisse schon wie etwas Vergangenes geworden sind.

Jehova führt weiter aus:

Jeremia 12:8

Natürlich hat Jehova alles gemerkt und durchschaut. Er braucht selbstverständlich nicht den Rat Jeremias (Vers 6). Er erklärt hier klar und deutlich, dass sogar diejenigen, die ihm angeblich dienen und sein Erbe sind, sich sogar als seine Feinde und Widersacher erweisen.

Jeremia 12:9

Die Sichtweise Jehovas ist eindeutig. Wie eine wilde Horde Raubvögel fallen sie habgierig über das Gute, das von Jehova kommt, her. Wie Raubvögel beuten die scheinbar Starken die Schwachen, die Jehova in Lauterkeit dienen wollen, aus. Denn es gibt für sie viel zu holen. Es ist ja Jehovas Erbe.

Jeremia 12:10

Jehova drückt sich noch deutlicher aus, als Jeremia (Vers 4). Hier wird nun auch die Rolle vieler Hirten in Jehovas Volk angesprochen, die verheert haben statt geweidet. Eigentlich sollten sie als Hirten liebevoll mit Jehovas Erbe umgehen und nicht über sie herrschen (1. Petrus 5:1-3). Sie sollten sie weiden, sie erbauen (Römer 15:1-7; Johannes 21:15-17).

Jeremia 12:11

Hier wird ein Grund genannt, warum das ganze geistige Land öde gemacht wurde. Weil die schlechten Dinge, die geschehen, einfach ignoriert werden. Da nimmt sich niemand etwas zu Herzen. Eigentlich könnte es eine intakte Organisation sein mit gebahnten Pfaden, doch nun sind darauf die Verheerer gekommen. Beachten wir, welche Mittel sie verwenden:

Jeremia 12:12

Durch die ernsten Bibelforscher, die sich zum Bibelstudium wie in eine Wildnis zurückzogen, um die Kirchenlehren zu verlernen und das zu verstehen, was die Bibel wirklich lehrt, sind gebahnte Pfade durch die Wildnis entstanden. Es entstand eine neue organisatorische Einrichtung, durch die Jehovas Zeugen ihren Predigtfeldzug organisieren. Nun sind aber auf diesen Pfaden die Verheerer gekommen.

Das Schwert, das Jehova gehört, ist nichts anderes als Gottes Wort, die Bibel (Epheser 6:17; Hebräer 4:12)! Dieses Schwert wird verwendet, um zu verzehren, indem man es benutzt, um Menschen und auch Glaubensbrüder zu beurteilen und zu verurteilen. Man bildet Rechtskomitees und schließt einige aus der Christenversammlung aus, sodass in vielen Familien Ausgeschlossene sind, die man dann meidet. Begründet wird dies immer mit der Bibel in der Hand. Auch wenn Personen, die in die Christenversammlung wollen, nicht zur Taufe zugelassen werden, begründet man dies mit der Bibel. Alle rechtlichen Verfahrensweisen werden mit der Bibel begründet. Das Ergebnis ist aber Verheerung.

Jeremia 12:13

Eigentlich sind ja ursprünglich gute Dinge gesät worden. Man wollte Frieden. Man wollte Menschen helfen, Jehova kennenzulernen und ihm näherzukommen. Doch die Ergebnisse sind oft ganz anders. Sie sind mit vielen schmerzhaften Erfahrungen verbunden. Man wird angespornt, sehr eifrig für Jehova zu sein. Doch das führt manchmal dazu, dass man sich krank arbeitet. Wegen all der Schlechtigkeit kann der Segen nicht kommen und der Frieden bleibt aus.

Darum muss unbedingt ein Gericht von Jehova kommen:

Jehovas Vorgehensweise

Jeremia 12:14

Der Satzbau scheint uns vielleicht erst einmal verwirrend, denn hier kommt Jehova sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Person vor. Jehova prophezeit gegen seine schlechten Nachbarn. Das sind keine Nachbarvölker, sondern die bösen Personen, von denen Jeremia ab Vers 1 und Jehova ab Vers 7 redet. Der Erbbesitz, den Jehova seinem Volk besitzen ließ, ist die wunderbare Königreichsverheißung, die Wahrheit, die frei macht (Johannes 8:32) und nicht versklavt und die Gemeinschaft in einem Volk, das die reine Sprache der Wahrheit spricht (Zephanja 3:9; zur Erläuterung hier). Jehova reißt schließlich die ganze Organisation nieder:

Jeremia 12:15

Jehovas Vorgehen besteht darin, die Organisation herauszureißen, damit all das Übel beendet wird, dann aber alle, die zur Reue bereit sind, wieder zurückzubringen und sie erneut zu organisieren (vergleiche mit Hesekiel 39:28). Dies wird weiter erklärt:

Jeremia 12:16, 17

Mit denjenigen, die mein (Jehovas) Volk lehrten, bei Baal zu schwören, sind nicht Personen außerhalb der Organisation gemeint, sondern diejenigen, die ihre Glaubensbrüder gelehrt haben, eher auf einen treuen und verständigen Sklaven zu vertrauen als auf Jehova. Nur wenn sie sich demütigen, werden sie Barmherzigkeit erlangen als demütige Diener und nicht als solche, die über Jehovas Volk herrschen.

Wir müssen uns im Klaren sein, dass es hier auch eine Mehrfacherfüllung dieser Prophezeiung gibt.

Mehrfacherfüllungen

Jehova hat bereits Organisationen ausgerissen, die sein Volk organisieren sollten, wie die Organisationen der Christenheit. Denn ihre Geistlichen wurden zu ihren Besitzern (Baal bedeutet Besitzer, siehe das Buch „Einsichten in die Heilige Schrift“ Band 1) [7], indem sie über das Volk geherrscht haben. Diese Organisationen wurden ausgerissen, indem sie keinen Auftrag von Jehova mehr erhielten. Er hat seinem Volk Barmherzigkeit erwiesen, indem er sie neu sammelte und eine Wiederherstellung der wahren Anbetung durch eine neue Glaubensgemeinschaft bewirkte. Doch wenn sie erneut ungehorsam werden, indem wieder eine Geistlichenklasse zum Besitzer des Volkes Jehovas heranwächst, wie in den Kirchen der Christenheit, will Jehova diese Organisation auch ausreißen (siehe hierzu das Buch „Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes“ Kapitel 4 Thema: „Geistlichkeit und Laientum“ S. 35-37) [8]. Und er wird sie in diesem Fall auch vernichten!

Etwas Ähnliches hatte sich bereits im alten Israel ereignet, als Jehova sie ins babylonische Exil brachte und nach der Eroberung Babylons durch die Meder und Perser am Ende von 70 Jahren wieder zurück. Jehova sorgte damals für eine Wiederherstellung der wahren Anbetung. Doch dieses wiederhergestellte Israel wurde wieder untreu. Sie verwarfen schließlich den Messias. Und im Jahre 70 u. Z. kam dann Vernichtung über sie. Als die Römer Jerusalem belagerten, kam die große Drangsal über sie, wie es Jesus vorausgesagt hat (Matthäus 24:15-22).
Jehova wird auch heute mit seinem Volk wieder so verfahren. Und dies führt dann zu einer großen Drangsal, die Jesus ebenfalls vorausgesagt hat (Matthäus 24:29).

Denn es wird auch so sein, wie in Jeremia 50:44-46 prophezeit wurde:

Jeremia 50:44-46

Hier wird nun wieder Bezug genommen auf die „Dickichte entlang dem Jordan“. Wie wir schon gesehen haben, stehen die Ufer des Jordans für die Verhältnisse der mit geistigen Wassern gut bewässerten Christenversammlung. Viele Menschen sind in die Christenversammlung eingesammelt worden. Zu denen gehören auch solche, die heute als Glieder der leitenden Körperschaft eine besondere Stellung einnehmen. Auch sie waren einmal Interessierte, haben sich dann der Christenversammlung angeschlossen und sich taufen lassen. Sie fingen dann an, beim Gedächtnismahl von den Symbolen zu nehmen. Und schließlich stehen sie als Glieder der leitenden Körperschaft der ganzen Bruderschaft vor. Sie sagen, sie bilden als Gruppe (nicht als Einzelpersonen) den treuen und verständigen Sklaven, der in Matthäus 24:45 erwähnt wird.

Sie stellen folglich als Gruppe den Löwen dar, der von den Dickichten entlang dem Jordan heraufkommt. Und er kommt zu den dauerhaften Aufenthaltsorten herauf, denn sie wollen sogar über alles gesetzt werden, was dem Christus gehört, seine ganze Habe. Das glauben auch alle, die sich von ihnen belehren lassen. Und sie haben die Hoffnung, zu unvergänglichem Leben im Himmel auferweckt zu werden und in Gottes Königreich über die Menschen zu regieren. Doch es kommt anders, wie uns dieser Bibeltext verrät. Denn Jehova selbst wird sie in einem Augenblick davon wegeilen lassen (zum Vergleich Obadja 4).

Ist uns aufgefallen, dass hier von einem Löwen in der Einzahl gesprochen wird, während bei ihrem Weggang von „sie“ (Mehrzahl) die Rede ist? Sie bilden als Gruppe den „Löwen“ und werden als Einzelpersonen wegeilen! Denn sie werden als Einzelpersonen keinerlei Verantwortung für die untergehende Organisation übernehmen, da sie ja als Gruppe geherrscht haben!

Jehova hat das Recht, „seine“ Organisation niederzureißen

Da die Glieder der Christenversammlung ihre Hoffnung auf diese Gruppe gesetzt haben, die Jehova eingesetzt hat, kommt ihnen dies wie eine unerhörte Tat vor, wie Loyalitätsbruch von Jehova. Deshalb erwähnt Jehova hier, dass er wirklich das Recht dazu hat, denn niemand kann ihm widersprechen. Er hat seinen König, den Christus eingesetzt. Und nun tut Jehova nichts anderes als das, was er schon lange beschlossen hat und in der Bibel selbst aufgezeichnet ist. Diejenigen, die in der Christenversammlung die Führung übernahmen, sind nämlich die Fremden, die in Wirklichkeit als Gruppe „Babylon die Große“ vertreten, das Weltreich der organisierten, fehlgeleiteten Religion.

Und nun führt Jehova das Gericht über „Babylon die Große“ herbei. Dies hat natürlich katastrophale Folgen. Da die Glieder der Christenversammlung auf ihre Führung vertraut haben, werden sie nun durch das plötzliche Ende sozusagen umhergeschleppt. Aber er tut dies gerade für sie, damit sie vom Götzendienst befreit werden und zu Jehova, dem allein wahren Gott, umkehren.

Autor: Bernd Oelschlägel, niedergeschrieben 2014

CC-BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

Da der Autor diese Inhalte auch Menschen zugänglich machen möchte, die eine andere Sprache sprechen, ist dieser Beiträge mit CC-BY-SA 4.0 (siehe https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0) lizenziert. Wer eine andere Sprache spricht und den Wunsch hat, den wertvollen Aufschluss, den Jehovas Geist daher getragen hat, aus Liebe zu übersetzen und in anderen Sprachen zugänglich zu machen, der soll sich ermuntert fühlen, dies zu tun. Die verwendeten Zitate aus der Bibel oder anderen Quellen sind in der Regel in anderen Sprachen verfügbar. Sie beruhen auf das Zitatrecht bzw. Fair Use und sind auf die vorliegende Public License nicht anwendbar.