Mich, den Schreiber dieser Seite, kennen viele schon aus der Zeitschrift Erwachet! vom 22.11.2005. Dort steht meine Geschichte unter dem Thema „Wissenschaft und Bibel haben mir geholfen, den Sinn des Lebens zu finden“.

Der Titel dieses Artikels ist folgendermaßen zu verstehen: Wissenschaft ist mein Beruf, der meinem Leben Sinn und Inhalt gibt. Zuerst war es Physik. Doch dann wurde die Bibel als inspirierte Schrift mein absolut lohnendes Forschungsgebiet. Ich erforsche also inspirierte Schriften oder besser gesagt, ich bin ein Zeuge der unsichtbaren Person, die die Schriften inspiriert hat. Sie wird in der Bibel selbst in hebräischen Buchstaben geschrieben als JHWH bezeichnet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dieses nur aus Konsonanten bestehende Wort auszusprechen. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel „Jehova“.
Über JHWH (Jehova)
Der Name JHWH ist ein Gedenkname, den Gott sich selbst gegeben hat. Er steht für seine Eigenschaft, das prophetische Wort in Erfüllung gehen zu lassen, sodass seine Existenz und Göttlichkeit auf diese Weise bewiesen wird. Denn Gott ist ein Subjekt und kein Objekt. Er tritt deshalb nicht in Erscheinung. Es wäre verkehrt, sich ein Bild von ihm zu machen, da man ihn dadurch als Objekt sehen würde. Auch kann er nicht erforscht werden, es gibt kein Gottesterm in einer Gleichung, da nur Objekte der Forschung zugänglich sind. Deshalb macht es auch keinen Sinn, wenn wir seine Existenz beweisen wollten. Es ist umgekehrt. Er liefert die Beweise und wir müssen sie zur Kenntnis nehmen.
Ein Subjekt zeichnet sich durch Eigenschaften aus. Wir Menschen haben ein Bewusstsein, können uns etwas vornehmen, einen Vorsatz fassen, planen und dann darauf hinwirken, dass es umgesetzt wird. Wenn wir beispielsweise vorhaben, ein Haus zu bauen, müssen wir nicht als Bauarbeiter in Erscheinung treten, sondern wir beauftragen vielleicht nur und stellen die finanziellen Mittel bereit. Das sind Eigenschaften, die zu einem Subjekt gehören. In der Regel werden aber Verträge mit einer Baufirma oder mit dem Architekten schriftlich dokumentiert. Durch Sichtung dieser Dokumente erfährt man etwas über die Planung und den Planer des Bauvorhabens.
Genauso gibt es Dokumente, in denen der Vorsatz und das Vorhaben Gottes (JHWH) festgehalten wurden. Sie liegen in Form von inspirierten Schriften vor. Gott selbst hat dafür gesorgt, dass Menschen etwas aufgeschrieben haben, das eigentlich von Gott eingegeben wurde. Es ist, wie wenn Sekretärinnen das niederschreiben, was der Chef diktiert. Es ist nicht gesagt, dass sie selbst richtig verstehen, was sie hier niederschreiben oder dass sie auch nur wissen, dass es von Gott inspiriert ist. Doch wenn sich später herausstellt, dass die niedergeschriebenen Dinge eine unerwartete besondere Bedeutung haben und plötzlich oft erst Jahrhunderte später in Erfüllung gehen, dann weiß man, dass es nicht der Schreiber allein sein konnte. Schließlich kennt kein Mensch die Zukunft. So wird die Existenz Gottes bewiesen und wir erfahren, was er mit uns Menschen vorhat.
Wer diese Beweise zur Kenntnis genommen hat und anderen davon erzählt, der ist ein Zeuge geworden. Ein Zeuge muss das berichten, was er gesehen und gehört hat. Und wenn er die Erfüllung inspirierter Schriften bemerkt und darüber berichtet, ist er ein Zeuge für JHWH.
Über den Schreiber dieser Seite
Am Anfang, es war Mai oder Juni 1962, sollte ich nach Meinung der Ärzte aus Sicherheitsgründen abgetrieben werden. Denn sie erkannten das Risiko für meine Mutter, vor oder während meiner Geburt zu verbluten. Sie war jedoch traurig über ihr Vorhaben und hätte keine Angst, ihr Leben zu verlieren. Nachdem die Ärzte eine Aufnahme von mir angeschaut hatten und meine Mutter keine Gefahr für sich fürchtete, entschieden sie sich unerwartet anders. So kam ich am 19.09.1962 durch einen Kaiserschnitt zur Welt.
Später studierte ich Physik und schrieb meine Doktorarbeit im Jahr 1993. Dann wechselte ich mein Forschungsgebiet und erforschte die Bibel und die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas. Hierüber wurde bereits im erwähnten Erwachet-Artikel berichtet, sodass ich mich hier kurz fassen kann.
Zum Glauben an Jehova und die inspirierten Schriften der Bibel, oder wie man als Zeuge Jehovas sagen würde, zur Wahrheit, kam ich, als zwei Frauen der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas mir die Bibel näher brachten. Eine der beiden Frauen erklärte mir genau, wie man erkennen kann, dass wir seit 1914 in den letzten Tagen dieses Weltsystems leben. Ich habe auch noch später viele Erfahrungen in Verbindung mit ihr gemacht, von denen ich einige hier auf der Website berichte. Hier nenne ich sie Rosa, in Anlehnung an das Dienstmädchen des Landarztes (siehe Franz Kafka, »Ein Landarzt«; Wer wird Jehova ehren?; Jehova, ein Gott, der es werden lässt!).
Erwähnt wurde schon, dass meine Eltern evangelisch sind und mich früher als Kind auch öfter mit in die Kirche genommen haben. Ich dachte darüber viel nach und hielt die Kirche für unglaubwürdig. So wendete ich mich vom Glauben an den christlichen Gott erst mal ab und befasste mich mit fernöstlicher Religion. Doch diese war in meinen Augen auch heuchlerisch. Ich fragte mich, was ich noch glauben könnte. Dann lernte ich durch die zwei Frauen, die von der Organisation der Zeugen Jehovas ausgesendet wurden, die Bibel richtig kennen.
Das hatte zur Folge, dass ich zum christlichen Glauben zurückkehrte. Das heißt, ich kehrte zu dem Glauben zurück, den die evangelische Kirche mit dem Gründungsvater Martin Luther lehrte. Gleichzeitig distanzierte ich mich von der Kirche, da ich erfahren hatte, dass sie zu Babylon der Großen gehört. Ich trat aus der Kirche aus, was man von mir auch verlangte, um überhaupt ein Zeuge Jehovas werden zu können.
Mit dem formalen Austritt hatte ich es gar nicht so eilig, da formale Dinge für mich ohnehin keine große Bedeutung haben. Aber der wirklich wichtige Leitgedanke, der meinen Entscheidungen zugrunde liegt, lautet: Ich verlasse nicht die Kirchenorganisation, weil ich nicht an das glaube, was sie lehrt oder zu lehren vorgibt. Ich verlasse die Kirchenorganisation, gerade weil ich an das glaube, was sie zu lehren vorgibt. Ein interessantes Paradoxon, aber das ist der Kern dessen, weshalb ich freudig ausrufe: „Ich bin in der Wahrheit!“
Der Gründungsvater der ernsten Bibelforscherbewegung, Charles Taze Russell, hatte zu Beginn einen ähnlichen Werdegang durchlaufen. Er distanzierte sich von der Religion seines Vaters, befasste sich auch mit anderen religiösen Vorstellungen und war skeptisch (siehe das Buch Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes, herausgegeben von Jehovas Zeugen: Kapitel 5). Er dachte eine Zeit lang, dass Wahrheit nirgends zu finden ist. Aber durch einen Adventistenprediger angeregt, kehrte er wieder zum christlichen Glauben zurück, studierte die Bibel gründlich, und distanzierte sich von den falschen Lehren der verschiedenen Kirchen. Die ernsten Bibelforscher verließen ihre Religionsgemeinschaften, in denen sie vorher Mitglieder gewesen waren. Nicht als Ungläubige, sondern als solche, die echten Glauben haben, gingen sie hinaus. Aus den ernsten Bibelforschern gingen die heutigen Zeugen Jehovas hervor.
Ihr Hauptthema ist der Niedergang Babylons der Großen, die auch als die falsche Religion bezeichnet wird. Das haben Jehovas Zeugen verkündigt und es ist ein wesentlicher Bestandteil der Botschaft, die durch den Predigtdienst vermittelt werden soll. Die (falschen) Religionen sind von Gott gerichtet und verurteilt worden.
Es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass man sich selbst zu den Guten und Richtigen zählt, und die anderen zu den Bösen oder Verkehrten. Das muss aber nicht so sein! Ist man Mitglied einer Religion, die Gottes Strafgericht gegen die Religionen verkündigt, dann ist man ja auch selbst Teil dieses Strafgerichts. Hier liegt ein Missverständnis vor, das lange Zeit von niemandem aufgelöst werden konnte, nun aber aufgelöst werden muss. Man hat vielmehr den eigenen Niedergang angekündigt! Dies wird in der Geschichte von Franz Kafka „Ein Traum“ anschaulich geschildert. Man sollte es nicht verurteilen, wenn sich die Dinge jetzt so auflösen. Manche haben die eigene Krankheit erforscht, an der sie gestorben sind, und so der Nachwelt wertvolle Erkenntnisse hinterlassen.
Ich erforsche inspirierte Schriften. Damit mir dies gelingt, bin ich stets auf die Unterstützung meines Schöpfers, der die Schriften inspiriert hat, angewiesen. Durch meinen Verstand, die Erfahrungen in der Glaubensgemeinschaft und seinen Geist kann ich sie verstehen und deuten. Da sich alle Inhalte dieser Website auf diese Schriften stützen, rede ich nicht aus mir selbst heraus.
In unserem alten Liederbuch (1986) heißt es in Lied 113 „Wir sind Jehovas Zeugen“:
‘Ihr sollt meine Zeugen sein;
fürchten sollt ihr mich allein.
Ich bin Gott, Jehova.
Wer kann gleich mir sein?
…‘
Damit ist gemeint, dass wir Gott Jehova allein fürchten sollten und nicht das Urteil einer Geistlichenklasse oder von Ältesten, da niemand ihm gleich sein kann. Zur Begründung heißt es in der ersten Strophe: Gott ist ja allmächtig, er nur ganz allein. Im Gegensatz dazu können falsche Götter niemals sehen, was in Zukunft geschehen wird. Sie bringen keine Zeugen ans Licht. Das hat sich z. B. in der Corona-Krise gezeigt, die völlig überraschend über die Glaubensgemeinschaft kam, ohne dass sie vorher von denen, die Anleitung geben, angekündigt wurde. Auch weiß von ihnen niemand, wie es weitergeht.
Darum möchte ich gemäß dem Wortlaut dieses Liedes hoch erfreut sagen:
daß Prophetie von Gott kommt allein;
was Gott verheißt, trifft stets ein.