Vers-für-Vers-Betrachtung von Jesaja 58 und 59

Auf dieser Website sind strenge Gerichtsbotschaften enthalten. Die Zustände in der Glaubensgemeinschaft werden aufgedeckt. Warum aber ist das nötig? Wer hat den Auftrag dazu gegeben, diese strenge Zurechtweisung zu geben? Soll die Glaubensgemeinschaft denn schlechtgemacht werden? Schließlich sagen dann viele, die noch nie etwas von Zeugen Jehovas gehalten haben: „Das habe ich mir nicht anders vorgestellt“.

Lies Jesaja 58:1

Der Zweck ist, Jehovas Volk seine Sünden und seine Auflehnung mitzuteilen. Das sollte wie das Blasen eines Horns erfolgen. Man kann sich nicht zurückhalten und darf die Botschaft nicht verwässern. Jehovas Standpunkt muss mitgeteilt werden.

Lies Jesaja 58:2

Wie glücklich wir waren, „die Wahrheit“ gefunden zu haben. Dann haben wir uns begeistert der Glaubensgemeinschaft angeschlossen. Wir studieren laufend die Bibel und haben doch die Wahrheit verstanden. Wir wissen jetzt, was Gott von uns erwartet, und bemühen uns, entsprechend zu handeln. Als Gruppe halten wir zusammen, um Jehova Gott zu preisen und um ihn um seine gerechten Gerichte zu bitten, auch um die Erfüllung seiner Verheißungen. Wir geben vor, bereits im geistigen Paradies zu sein. Und wenn uns Unrecht geschieht, dann warten wir auf Jehova. Er will doch die Dinge richtigstellen.

Lies Jesaja 58:3

Aber was stellen wir fest? Viele sind nicht wirklich glücklich. Sie fragen sich, wo denn der Segen Jehovas bleibt. Die Verheißungen scheinen nicht in Erfüllung zu gehen. Und wie lange sollen wir auf Jehova noch warten, bis er all das Unrecht, was uns angetan wurde und was in den Versammlungen geschieht, richtigstellt? Wir fasten, indem wir alles, was uns unrecht erscheint, ertragen und als gottgewollt hinnehmen.

Zwei Gründe führt Jehova an, warum man vergeblich auf Jehova wartet: Weil man zugeben muss, dass man eigentlich nur seine eigenen Interessen verfolgt. Und dann unterdrückt man noch die Glaubensbrüder, die hart arbeiten und schon in der Vergangenheit hart gearbeitet haben, um die Interessen Jehovas zu fördern.

Lies Jesaja 58:4

Man redet ständig nachteilig über seinen Mitbruder oder verleumdet ihn sogar. Über die, die hart gearbeitet haben, wie zum Beispiel die langjährigen Pioniere, schüttelt man den Kopf, erklärt sie für böse. Man kritisiert auch ihr Privatleben, betrachtet sie als Sünder, obwohl sie schon so lange im Dienst tätig sind. Sie haben schon viele Jahre oder Jahrzehnte hart im Dienst für Jehova gearbeitet, ohne dafür etwas zu bekommen, und dennoch fühlen sich ihre Mitbrüder berechtigt, sie zu beurteilen und sogar zu verurteilen. Dabei haben ihre Mitbrüder immer nur ihre eigenen Interessen gefördert. Sollte das Jehova segnen können? Sollte ihm das gefallen?

Lies Jesaja 58:5

Die Gottergebenheit der meisten ist doch nur gespielt. Man ist stark im Richten und Verurteilen anderer. Aber man tut doch selbst nichts, was Jehova wirklich gefallen könnte. Nur das ewige Ertragen von Unrecht hat man gelernt, und dafür empfiehlt man sich bei Jehova. Dieses Ertragen übler Dinge soll dann das Fasten sein, das man angeblich für Jehova tut. Sollte das Jehova gefallen (siehe die Veranschaulichungen von Kafka Ein Hungerkünstler und Der Kübelreiter)?

Lies Jesaja 58:6

Das, was für Jehova stattdessen annehmbar wäre ist, seinen Mitbruder freizulassen, die gerechten Grundsätze Jehovas nicht zum Richten anderer zu benutzen, sondern sich selbst daran zu halten. Niemanden mehr eine schwere Bürde wie etwa unnötige Regeln aufzuerlegen. Keine Machtausübung und Unterdrückung mehr. Niemanden verleumden und ihm schlechte Beweggründe zu unterstellen.

Lies Jesaja 58:7

Einem Mitbruder, der Probleme im Leben hat, sollten wir helfen, statt ihn als Sünder zu sehen. Und dass wir unserem eigenen Fleisch nicht den Rücken kehren sollen. Soll das Jehova gefallen, wenn wir sogar einen Familienangehörigen meiden, weil er als Sünder gilt und vielleicht von den Ältesten ausgeschlossen, oder wie es heute heißt, entfernt wurde? Jehova möchte das nicht! Er kann uns wegen solcher Dinge nicht segnen. Und wir haben kein Mitgefühl mit dem Ausgeschlossenen? Wir lassen die, die als Sünder gelten, einfach mit ihren Problemen allein. Das segnet Jehova nicht!

Lies Jesaja 58:8

Wenn wir uns aber korrigieren und barmherzig und mitfühlend werden, dann könnte Jehova uns segnen. Sofort wird er uns heilen und wir werden geistig leuchten. Dann würden wir für alle Menschen Vorbilder sein. Wir könnten die Herrlichkeit Jehovas und seine Gerechtigkeit widerspiegeln, für alle sichtbar.

Jesaja 58:9

Dann wird Jehova unsere Gebete erhören und er wird uns helfen. Wir müssen nur aufhören, über andere gehässig zu reden und auf sie zu zeigen, um sie zu Sündern zu erklären. Stattdessen sollten wir unseren Mitbruder in die Freiheit entlassen. Er hat sein eigenes Gewissen und seinen eigenen Glauben.

Jesaja 58:10

Wir kennen doch die „Goldene Regel“. Diese müssten wir auch anwenden. Wir könnten dann wirklich als Lichtträger in der Finsternis leuchten. Stattdessen verlangen wir beispielsweise von einer Pionierschwester, dass sie alles tut, was wir tun sollten und nicht tun. Sie muss es perfekt hinbekommen und darf keine Probleme haben. Gibt es eine Abweichung, sind wir von ihr enttäuscht. Wir selbst folgen nur unseren eigenen Interessen.

Jesaja 58:11

Jehova würde alles für uns tun. Wir wären gut genährt mit geistiger Speise und würden Jehovas Vorsatz und seine Gerechtigkeit immer besser verstehen. Unsere Erkenntnis Jehovas würde immer größer werden.

Jesaja 58:12

Die Wiederherstellung der wahren Anbetung würden wir voranbringen. Dann wären wir wirklich wahre Christen, die zur wahren Anbetung zurückgekehrt sind. Wir könnten allen Menschen als Beispiel dienen.

Jesaja 58:13, 14

Auch würden wir große Freude an Jehova finden, wenn wir ihm wirklich mit ungeteiltem Herzen ergeben wären. So wie wir es gelernt haben, sollen wir kein Teil der Welt sein, sondern Jehovas Gerechtigkeit suchen und durch Glauben an seine Verheißungen leben. Stattdessen geht man in der Welt auf, arbeitet mit jedem ungerechten Menschen fürs Geld eng zusammen, den man auch in Ehren hält. Und dann meidet man lieber einen ausgeschlossenen Familienangehörigen.

Wenn wir das korrigieren, dann ist Jehova bereit, uns allen Segen zu geben. Wir dürfen dann wirklich Erben der Verheißung sein. Jehova würde uns emporheben wie sonst niemand auf der Erde.

Jesaja Kapitel 59

Jesaja 59:1, 2

Wir sollten uns darum völlig im Klaren sein, dass es von uns abhängt, ob Jehova uns segnen kann. Wenn wir richtig handeln, ist Jehova bereit und in der Lage, uns jeden Segen zu geben. Doch leider bewirken unsere Vergehen, dass Jehova sich von uns abwenden muss. Wenn wir so weitermachen wie bisher, möchte Jehova uns überhaupt nicht hören.

Jesaja 59:3

Man hat Glaubensbrüder geistig getötet, indem man sie wie Tote behandelt, nachdem Älteste sie durch ein Rechtskomitee gerichtet haben. Manche von ihnen sind danach so verzweifelt und perspektivlos gewesen, dass sie in den Suizid getrieben wurden. Man hat ihnen ihre Hoffnung auf ewiges Leben weggenommen, ihnen ihre Identität geraubt.

Sogar Lüge und Verleumdung begeht man. Man hat zum Beispiel gesagt, dass ein Bethelmitarbeiter seinen Betheldienst zum Lebensweg machen soll. Dann werden Bethelmitarbeiter ohne Ursache entlassen. Man begründet es damit, dass man die Zahl der Bethelmitarbeiter reduzieren möchte, um Geld zu sparen. Kurze Zeit später lädt man genauso viele neue wieder ein. Das sind klare Lügen und Verleumdung ist an der Tagesordnung (siehe den Artikel »Herzlich Willkommen«).

Hier sollte doch einmal jemand aufstehen und sagen: Stopp, das geht nicht. Wir dienen dem Gott der Wahrheit, der nicht lügen kann:

Jesaja 59:4

Aber keiner reagiert. Keiner nimmt sich irgendetwas zu Herzen. Auch wenn unschuldige Glaubensbrüder mit Falschanklagen konfrontiert werden, greift niemand ein. Niemand sorgt für Gerechtigkeit.

Jesaja 59:5

Wenn ein Bruder in Verruf gebracht wird, geht das meist lange so weiter. Oft kommt dann eine Anklage nach der anderen. Man hört nicht auf, etwas Verkehrtes an ihm oder ihr zu suchen.

Jesaja 59:6

Man hat Lehren geändert. Plötzlich steht Gog nicht mehr für Satan, den Teufel, sondern für einen Zusammenschluss von Nationen. Man prüft überhaupt nicht, ob diese Änderung auf guten Argumenten beruht. Man hat die Definition des „treuen und verständigen Sklaven“ geändert und den Zeitpunkt verschoben, wann er eingesetzt und über die ganze Habe Christi gesetzt wird.
Niemand prüft, ob es dafür vernünftige Argumente gibt.

Es gab viele organisatorische Veränderungen und plötzlich findet man Dinge in Ordnung, die man früher nicht tun sollte. Das ist wirklich ein Spinnennetz, mit dem man nichts begründen kann, denn Jehova ändert sich nicht, seine Grundsätze bleiben immer gleich.

Jesaja 59:7

Statt dass man weiterhin um Wahrheit und Gerechtigkeit bemüht ist, konzentriert man sich auf das Richten und Verurteilen von Glaubensbrüdern. Das Ergebnis ist, dass manche auf der Strecke bleiben.

Jesaja 59:8

Es gibt keinen Frieden, sondern überall böse Zungen. Man sucht nicht nach Frieden und Heilung.

Jesaja 59:9

Man hofft doch auf Jehova, dass er die Dinge in Ordnung bringt. Schon vor 20 Jahren war es so, dass manche sogar ans Zweigbüro telefoniert haben, weil sie so beunruhigt waren über Dinge, die in ihrer Versammlung gelaufen sind. Sie haben dort einen Bruder vom „Bethelbüro“ an die Leitung bekommen. Natürlich konnte er nichts tun. Zur Beruhigung zitierte er Prediger 5:8: Jehova würde über alles wachen und zu seiner Zeit für die Richtigstellung der Dinge sorgen. Bis zum heutigen Tag haben sie keine befriedigende Antwort bekommen und scheinbar vergeblich auf Jehova gewartet.

Jesaja 59:10, 11

Und bis zum heutigen Tag hat sich daran nichts geändert. Wir gehören doch zu den Starken, die aus der Bibel eine genaue Erkenntnis über Jehova und seinen Vorsatz haben. Wir kennen die biblischen Grundsätze und auch, warum er Leid zulässt. Und doch scheinen wir heute überhaupt nichts zu wissen.

Nur dürfen wir uns auch nicht beklagen, da dies ja von unseren Mitbrüdern als Mangel an Glauben und Mangel an Respekt ausgelegt werden würde. Also können wir nur noch brummen und gurren.

Jesaja 59:12

Doch eigentlich wissen wir, dass es unsere Sünden sind. Wir haben uns schon daran gewöhnt, dass wir zu kurz treten und Jehova, dem glücklichen Gott, nicht die Ehre geben. Ihm gegenüber, nicht den Ältesten gegenüber, ist unsere Auflehnung groß. Wir halten uns nicht an Jesu Worte, an die Erkenntnis, die frei macht und nicht versklavt. Durch unsere Flüche zerstören wir die Versammlung. Wenn sogar die hart arbeitenden Pioniere für böse erklärt werden, kann doch nichts Gutes folgen.

Jesaja 59:13

Jetzt sollten wir ein Bekenntnis unserer Vergehungen ablegen. Jehova möchte segnen und nicht verfluchen. Er freut sich über alle, die ihm mit ungeteiltem Herzen dienen wollen und achtet nicht auf ihre Fehlern. Wer um der guten Botschaft Willen materiell arm geblieben ist, weil er nicht seine Zeit mit einem glanzvollen weltlichen Werdegang und beruflichem Erfolg verbracht hat, sondern für Jehovas Interessen gearbeitet hat, wird Jehova segnen und sie keinesfalls für böse erklären (vergleiche Hesekiel 34:20-22).

Darum müssen wir aufhören, zu richten und zu tadeln. Wir sollten aufhören, Lügen zu unterstützen, und stattdessen auf unser eigenes Tun achtgeben, statt anderen das vorzuwerfen, was wir selbst falsch machen.

Jesaja 59:14, 15

Wegen dieser Dinge gibt es kein Recht, sondern nur Verurteilung. Jehova kann das nicht segnen und wo ist die genaue Erkenntnis der Wahrheit geblieben? Belohnt werden nicht diejenigen, die sich vom Schlechten abwenden. Die anderen Weiden sich selbst und beuten die ersteren aus.

Jehova sieht zu. Er weiß, was geschieht und er hat keinesfalls Gefallen daran, weil es keine Gerechtigkeit gibt.

Jesaja 59:16

Ist es nicht verwunderlich, dass niemand dazwischentritt und Stopp sagt? Wo sind die Starken, die Jehova unter widrigsten Bedingungen kompromisslos gedient haben? Heute sind wir wieder eine Kirche, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, und wer sagt: Das geht nicht, wir wollten aus Babylon hinausgehen? Und bei Widersprüchen? Wer sagt dann: Stopp, das geht nicht? Jehova ist der Gott der Wahrheit. Er kann nicht lügen.

Darum möchte Jehova, dass diese Dinge ans Tageslicht kommen.

Jesaja 59:17

Natürlich benötigt Jehova keinen Helm der Rettung. Aber er hat seine menschlichen Vertreter. Darum habe ich furchtlos diese Dinge geschrieben. Jehova ist meine Rettung. Niemand, dem diese Worte nicht gefallen, ist stärker als Jehova. Niemand kann mir etwas anhaben. Die strengen Worte in dieser Website habe ich furchtlos im Auftrag Jehovas geredet. Jehova selbst möchte sein Volk richten.

Jesaja 59:18

Jehova möchte für Gerechtigkeit sorgen. Seine unveränderlichen Grundsätze stehen in der Bibel, und wer sich an sie hält, wird Lohn erhalten. Wer sich nicht daran hält, soll ebenfalls das zurückbekommen, was er gemäß seiner Taten verdient hat. Jehova richtet ihn gemäß seinem Wort.

Diese Website enthält viele Bibelbetrachtungen, auch versweise. Die biblischen Grundsätze werden auf die Verhältnisse in der Organisation angewandt. Was mit „Inseln“ gemeint ist, steht in dem Beitrag (»Inseln und Sekten und wie sie aufgelöst werden«).

Jesaja 59:19

Die Sonne geht unter, wenn diejenigen, die eigentlich die Führung in der Organisation übernommen haben, kein geistiges Licht mehr vermitteln können. Da dies in der Bibel vorausgesagt wurde, soll man den Namen Jehovas, der für die Erfüllung biblischer Prophezeiungen steht, fürchten.

Die Sonne geht auf, wenn Jehova mit seinem in der Bibel aufgezeichneten Gerichtsurteil wieder für geistiges Licht sorgt. Dann soll man seine Herrlichkeit fürchten, da Jehova nicht durch eine festgelegte Gruppe von Menschen spricht, sondern mit seinem Geist wie ein reißender Fluss herbeikommt.

Jesaja 59:20

Jehova möchte nicht verurteilen, sondern erlösen. Seine Absichten sind immer positiv. Er möchte, dass alle bereuen (2. Petrus 3:9). Diejenigen, die sich von Übertretung abwenden, möchte Jehova zurückkaufen und sie wieder zur echten Gottesfurcht zurückbringen.

Jesaja 59:21

Jehova hätte die Glaubensgemeinschaft immer segnen wollen und sein prophetisches Wort soll in Erfüllung gehen. Nun gibt es vieles richtigzustellen. Wer sich zurückbringen lässt, darf weiterhin darauf hoffen, dass alles, was wir den Menschen im Predigtdienst schon seit Jahrzehnten prophezeit haben, auch in Erfüllung geht.

Ich habe die Hoffnung, dass all die Worte, die auf dieser Website stehen, von dauerhaftem Bestand sein werden, sogar über viele Generationen.