Die Sintflut zeigt, was wir vor Gott sind.

Flutkatastrophen – damals und heute

Denken wir an die heutigen Flutkatastrophen. Menschen, die das erlebt haben, wurden völlig überrascht. Sie konnten es sich nicht vorstellen, wie schnell das Wasser bis in die oberen Stockwerke steigt. Wer dann auf dem Dach steht und nicht weiß, ob er am Ende schwimmen muss, betet meist zu Gott, auch wenn er seither gar kein gottgläubiger Mensch war. Denn in einer solchen Situation weiß man, dass man als Mensch nichts ausrichten kann und man die Hilfe von dem benötigt, der alles erschaffen hat.

So musste es auch damals vor knapp 4400 Jahren gewesen sein, als die Menschen völlig überrascht wurden von einer nie dagewesenen Flutkatastrophe. Diese war noch viel größer als die heutigen Überschwemmungen und löschte die gesamte damalige Zivilisation aus.

In den heutigen Unwetterereignissen ist von Regenmengen von bis zu 200 Litern pro Quadratmeter die Rede. Das entspricht einer Wassersäule von 20 cm. Da sich das Wasser in den Tälern sammelt, kommt es dort schon bei diesen Wassermengen zu Pegelständen von vielen Metern.

Die Sintflut – das denkwürdige Ereignis

Bei der großen Flut vor knapp 4400 Jahren, auch Sintflut genannt, kam deutlich mehr Wasser von oben. Laut Bibelbericht regnete es 40 Tage lang ununterbrochen (1. Mose 7:4, 12). In dieser Zeit kam gemäß 1. Mose 7:20 bis zu 6.675 Liter Wasser pro Quadratmeter herunter (15 Ellen = 6,675 Meter; siehe Beitrag Ausmaß der Sintflut) und das in der gesamten Bergregion um den Berg Ararat (1. Mose 7:20). Dort lebte Noah und die gesamte damalige menschliche Zivilisation, denn die Menschen hatten sich zu dieser Zeit noch nicht auf der ganzen Erde verteilt.

Wir wissen nicht genau, wie viele Menschen damals auf der Erde lebten. Sicher weit weniger als heute. Es könnten aber trotzdem schon Millionen gewesen sein, vielleicht so viele, wie es heute Zeugen Jehovas gibt. Sie alle wurden von der Flut völlig überrascht und sie starben dann. Doch eigentlich hätten sie es wissen müssen, denn Noah hatte sie vorgewarnt.

Noah hatte ein enges Verhältnis zu seinem Schöpfer. Er erhielt von ihm genaue Informationen und so war er vorbereitet. Er und seine Familie, insgesamt acht Personen, konnten diese Flut in einem rechteckigen Kasten überleben. Dazu nahm er noch viele Tiere mit, die sonst ebenfalls ertrunken wären.

Noah fand Gunst in Gottes Augen, und so hatte er diese Erkenntnis, die ihm und seiner Familie das Leben rettete. Doch warum fand nur er Gunst? Gab es denn überhaupt niemanden, der sich um Gerechtigkeit bemühte, der versuchte, Gott zu gefallen?

Wer findet Gottes Gunst?

Heute gilt jemand als erfolgreich, wenn er viele Zuhörer oder Fans hat, und das war damals wahrscheinlich nicht anders. Man muss seine Ideen gut verkaufen können. Ein Händler weiß, dass er umso mehr Erfolg hat, je mehr Kunden er überzeugen kann. Doch Noah war hier absolut erfolglos. Niemand wollte auf ihn hören.

Wenn jemand so erfolglos ist, wird Gott ihn dann beachten? Das dachten die Menschen bestimmt und schüttelten den Kopf. Doch nicht er war verkehrt. Vielmehr verurteilte er dadurch die gesamte damalige Zivilisation. Das gipfelte darin, dass sie alle starben und er mit seiner Familie überlebte. Und wir sind seine Nachkommen!

Die Menschen standen alle unter dem Pantoffel des damaligen Systems, das in der Hand böser Geistgeschöpfe (der späteren Dämonen) war. Und sie handelten aufgrund von Gruppenzwang ausnahmslos alle, vom Kleinsten bis zum Größten, in Übereinstimmung mit diesem System. Nur Noah war Außenseiter. Er war ganz allein und aus Sicht der Menschen auf völlig verlorenem Posten.

Dass er wenigstens seine Frau und seine Söhne mit ihren Frauen mitnehmen konnte, war wohl aufgrund des familiären Zusammenhalts möglich. Sie blieben bei dem Außenseiter, der schließlich der Familienvater war. Er wurde zum Urvater der heutigen Zivilisation.

Warum traf Gott solche Entscheidungen? Hätte er nicht doch ein paar weitere gute Menschen gefunden und sie retten können? Möglicherweise gab es damals wie heute einige Menschen, die sogar den Namen Jehovas verwendeten. Bestimmt gaben viele vor, an Gott zu glauben. Warum wurden sie nicht gerettet?

Was der wahre Gott hasst.

Gott hasst es, wenn sich Menschen in einer großen Gruppe zusammentun, weil sie meinen, dadurch so viel Stärke zu erhalten, dass sie sogar ihren Schöpfer überstimmen könnten. Das muss er als absolut respektlos betrachten. Er soll sich von ihnen unter Druck setzen lassen, das zu akzeptieren, was seine Widerstand leistenden wollen. Sie reden von Gott und machen ihn zum Komplizen ihrer eigenen Ideen, die in Wirklichkeit von bösen Geistgeschöpfen inspiriert sind. Das kann der wahre Gott so nicht hinnehmen.

Betrachten wir die Größe des Universums (siehe den Beitrag Universum und Demut). Das hat Gott alles erschaffen. Selbst die Erde ist hier nur ein winziges Staubkorn. Wie klein doch der Mensch ist. Wenn sich dann sogar Millionen Menschen zusammenschließen, um gemeinsam den Schöpfer zu überstimmen, ist es für ihn doch nur wie der Staubbelag auf der Waagschale (Jesaja 40:15). Sie rebellieren gegen ihn, stellen sich auf die Seite Satans, der Widerstand leistet. Und er soll nachgeben, weil er doch nicht gegen so viele Menschen sein möchte.

Hier handelte Gott unmissverständlich, da er sich von ihnen nicht erpressen lässt. Ja, ausnahmslos starben sie alle. Er hatte kein Bedauern. Mit Noah und seiner Familie konnte dann der Neuanfang gelingen. Er rettete all die ungeborenen Kinder Noahs.

Wir können uns sicher sein, dass der wahre Gott sich auch heute nicht erpressen lässt. Er kann sich weder auf die Interessen der vielen Regierungen und politischen Herrschaftssystemen einlassen noch auf den Gruppenzwang innerhalb der Glaubensgemeinschaft, in der man ihn angeblich anbetet.

Das Vertrauen der Menschen in ihre Führer wird für ihn nicht zählen. Und wenn sie sich auch zusammenrotten, um in der großen Glaubensgemeinschaft angeblich ihm Schulter an Schulter zu dienen, ist es wie nichts für ihn. Denn sie haben gegen ihn rebelliert und ihre eigenen Ideen gefördert. Sie haben ihre eigenen Maßstäbe aufgestellt und Sein Gesetz von Ursache und Wirkung missachtet!

Was ist die Menge Gogs?

Was für einen Wert hat es da, sich auf eine Geistlichenklasse oder eine leitende Körperschaft zu verlassen, die angeblich der „treue und verständige Sklave“ sein soll. Wie ist es für Jehova, wenn Tausende Glaubensbrüder einem Vortragsredner zuhören und am Ende seiner Rede überschwänglich Beifall klatschen. Sollte sich da Jehova geehrt fühlen? Hat der Vortragsredner wirklich dem Schöpfer die Ehre gegeben? Gibt die jubelnde Menge wirklich Jehova die Ehre?

Durch eine jubelnde Menge wird ein Diktator gestützt. Und zu allen Grausamkeiten einer Diktatur wird das Jawort gegeben. Treffend wird in der Bibel die jubelnde Menge als „Menge Gogs“ bezeichnet. Sie steht auf der Seite der Widersacher des wahren Gottes. Sie soll eine Grabstätte erhalten in dem Volk, das sich doch ursprünglich entschlossen hatte, Jehova Gott die Ehre zu geben (Hesekiel 39:11).

Eine Warnung

Noah hatte seine Informationen nicht durch Menschen erhalten. Er unterstand keiner Ältestenschaft und keiner leitenden Körperschaft. Er führte auch keine Menschenmassen, sondern er war ganz allein mit Gott. Den von Menschen kommenden Rat achtete er gering, denn er tat nur das, was ihm sein Schöpfer ganz direkt vermittelte.

Ihr müsst dafür Verständnis haben, dass der wahre Gott auch heute so kompromisslos wie damals handeln muss. Menschen, die sich nicht von der „Menge Gogs“ distanzieren, solche, die sich in einer Verschwörung zusammenrotten, um diejenigen zu richten, die doch selbst zu Jehova beten, kann er nicht retten!

Und für alle, die dies nicht zur Kenntnis nehmen wollen, wird es so kommen, wie es Jesus vorausgesagt hat (Matthäus 24:28, 29). Dies wird auch alle treffen, die sich einbilden, schon in der Arche einer rettenden Organisation zu sitzen (Jesaja 28:18).

Autor: Bernd Oelschlägel

CC-BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

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einlandarzt

Die inspirierte Geschichte "Ein Landarzt" von Franz Kafka beschreibt in Symbolsprache, wie ich ein Zeuge Jehovas wurde und was ich dann erlebte!