Im Jahr 2023 gab es viele denkwürdige Ereignisse. Um sie in Erinnerung zu behalten und uns auf das vorzubereiten, was kommen mag, nun dieser Jahresrückblick.
Was ist in der Glaubensgemeinschaft von Jehovas Zeugen geschehen?
Innerhalb der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas gab es erschütternde Geschehnisse. Denken wir an den Amoklauf in Hamburg am 9. März. Der Amokläufer erschoss nach Ende der Zusammenkunft acht Personen. Er tat es nicht während der Zusammenkunft, sondern danach, als viele noch eine Zeit lang da blieben, um Gemeinschaft zu pflegen. An dieser Gemeinschaft hatte er keinen Anteil mehr, da er zuvor ausgestiegen war.
Natürlich war das ein Ereignis, das auch viele Außenstehende erschüttert hat. Darum war die Anteilnahme der Öffentlichkeit groß. Man brauchte bei Jehovas Zeugen natürlich einen Sprecher, einen Vertreter der Jehovas Zeugen, der die vielen Fragen der Journalisten beantworten oder ihnen geschickt ausweichen sollte. Es war Michael Tsifidaris.
Nein, Michael Tsifidaris ist kein Geistgesalbter, auch kein Missionar oder Sondervollzeitdiener bei Jehovas Zeugen. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender einer großen Firma (KPS). Er hatte früher Betriebswirtschaft studiert und hatte 1994 auch ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: „Management der Innovation. Pragmatische Konzepte zur Zukunftssicherung des Unternehmens“. Da geht es also auch um die Zukunft, aber nicht um die verheißene neue Welt, an die man doch als Zeuge Jehovas glaubt.
Eine ökumenische Trauerfeier für Jehovas Zeugen?
Vertreter der Kirchen organisierten eine ökumenische Trauerfeier und luden Jehovas Zeugen mit ein. Was dachten sie wohl dabei? Kein Zeuge Jehovas möchte an einer ökumenischen Trauerfeier teilnehmen. Das ist eine tiefe religiöse Überzeugung, dass die Kirchen alle zu Babylon der Großen zu zählen sind. Sie wurden von Gott schon verurteilt. Wie kann man so respektlos sein, da doch alle Todesopfer zu Jehovas Zeugen gehören? Kann man denn auf ihren Glauben nicht Rücksicht nehmen und auf eine solche Veranstaltung verzichten?
Aber vielleicht dachten sie, Jehovas Zeugen sind genauso Körperschaft des öffentlichen Rechts wie die Kirchen und gehören dadurch zur Kirchenfamilie. Dann müsste ein solcher ökumenischer Gottesdienst doch passend sein! Warum lehnen Jehovas Zeugen denn nicht den Status einer Körperschaft ab? Warum machen sie sich den Kirchen der Christenheit gleich? Warum verwendet Michael Tsifidaris Begriffe wie „Gemeindemitglied“ oder „Gottesdienst“, die man in der Christenheit verwendet?
Das Signal
Doch dann gab es auch eine Gedenkfeier von Jehovas Zeugen organisiert. Also eine heilige Veranstaltung in einem Saal, der dadurch zum Königreichssaal wurde. Doch was ist das? In der zweiten Hälfte der Veranstaltung betreten ein Politiker und eine Politikerin die Bühne und halten Ansprachen. Ansprachen von Politikern in einer Zusammenkunft von Jehovas Zeugen? Normalerweise halten bei uns nur Glaubensbrüder (nicht Glaubensschwestern) Vorträge. Die Politikerin lobte die Gewaltenteilung.
Das waren wirklich denkwürdige Geschehnisse. Jesus sagte einmal Folgendes:
Wenn ihr also den abscheulichen Verwüster, von dem der Prophet Daniel geredet hat, an einem heiligen Ort stehen seht– der Leser muss gut unterscheiden können –, dann sollen die, die in Judạ̈a sind, anfangen in die Berge zu fliehen. (Matthäus 24:15, 16).
Und in Lukas 13:14 ist davon die Rede, dass man es dort stehen sieht, wo es nicht stehen sollte.
Was war ursprünglich gemeint? Die römischen Soldaten, die von den römischen Politikern ausgesandt wurden, standen vor Jerusalem. Sie standen an heiligem Ort (Jerusalem, die Stadt des Volkes Jehovas). Dort sollten sie nicht stehen. Als abscheulicher Verwüster wurde es aus der Sicht der Israeliten betrachtet, denn es sind Menschen, die nicht Jehova anbeten, wollen aber in den heiligen Ort eindringen, um ihn zu verwüsten.
Doch es soll auch heute ein solches Zeichen geben. Wenn das eintritt, sollte man fliehen!
Wir haben hier dieses Zeichen vor unseren Augen, wenn Politiker bei einer Gedenkveranstaltung der Anbeter Jehovas Ansprachen halten. Sie stehen an einem Ort, wo sie nicht stehen sollten.
Damals mussten die Christen aus Jerusalem fliehen, heute werden wir aufgefordert, aus der Organisation von Jehovas Zeugen K. d. ö. R. zu fliehen! Denn in der Bibel wird vorausgesagt, dass Babylon die Große vom politischen System verwüstet und nackt gemacht werden soll (Offenbarung 17:16).
Vermisst
Wo ist Anthony Morris III? Er war doch Glied der leitenden Körperschaft von 2005 an. Über ihn gibt es ein Lebensbericht (Wachtturm vom 15.05.2015). Jetzt ist er plötzlich verschwunden. Keine an Jehovas Zeugen gerichtete Bekanntmachung. Niemand weiß etwas Genaues. Nur, dass er nicht mehr in den Videos auftaucht. Ist das nicht ein Geistgesalbter. Haben sie nicht dauerhaften Segen, so dass sie nach ihrem Tod zu unvergänglichem Leben im Himmel auferweckt werden? Nur mithilfe von Aussteigerberichten kann man ein bisschen mehr erfahren, dass er noch lebt und wo ungefähr er jetzt mit seiner Frau wohnt.
Dann kamen besondere Änderungen. Kein ausführlicher Predigtdienstbericht mehr für die meisten.
Und schließlich darf man wieder Bart tragen. Wird alles besser, oder sind es Zerfallserscheinungen?
Der Konflikt mit dem Schöpfer spitzt sich zu!
Aber wie sind die Verhältnisse außerhalb der Glaubensgemeinschaft? Wie entwickelt sich die Welt? Es gibt überall Unfrieden, nicht nur Unfrieden zwischen Nationen, auch Unfrieden mit der Schöpfung. Denn der Klimawandel zeigt vielerorts Ergebnisse. Das Problem ist, dass man Kohlenstoff, der seit Millionen von Jahren in der Erde vergraben ist, herausholt, um es zu CO₂ zu verbrennen und in die Atmosphäre zu blasen. Im Jahr 2023 wurde mehr fossiles CO₂ in die Luft geblasen, als in jedem Jahr zuvor. Woran liegt das?
Kurz gesagt könnte man den Imperialismus als Grundlage allen Übels nennen: Für Kriege, Wirtschaftswachstum, das zu mehr Energieverbrauch und zu mehr CO₂ führt.
Die Nationen wollen ständig wachsen, ihren Einfluss ausdehnen.
Was könnte Gott tun? Vielleicht könnte er die Erde aufblasen, damit sie immer größer wird. Jedes Jahr ein bisschen größer. Dann hätte man mehr Platz auf der Erde. In diesem Fall könnte man zwei Ukraine schaffen: Eine für den Westen und eine für den Osten. Und das Land um Israel würde man auch vergrößern, damit für alle Platz ist. Man hätte dann von Jahr zu Jahr auch mehr Rohstoffe zur Verfügung. Das braucht man für das ständige Wirtschaftswachstum.
Nun aber bleibt die Erde immer gleich groß. Sie kann nicht vergrößert werden, sonst würde ja auch die Schwerkraft zunehmen. Darum bleibt der Konflikt zwischen den Interessen der Menschen und der Schöpfung. Wer ist dafür verantwortlich?
Stellen wir uns vor, Jehova schaut auf die Erde und sieht, was Menschen mit seiner Schöpfung anstellen. Sollte er die Menschen nicht zur Verantwortung ziehen, denn sie machen seine Schöpfung kaputt? Aber was könnte die Grundlage für eine Verurteilung sein? Die Menschen sagen, sie sind unschuldig. Es sind immer die anderen, während sie weiterhin fleißig arbeiten, um wieder mehr Wirtschaftswachstum zu bekommen. Fleiß ist doch eine Tugend, oder?
Klimakleber
Wäre es da nicht gut, wenn sie ihr eigenes Urteil aussprechen? Dazu stellt er Spiegel auf, damit sie sich darin spiegeln können. Dann schimpfen sie über ihr eigenes Spiegelbild und verurteilen sich selbst.
Dazu sendet er die Klimakleber aus. Ja, sie halten den Verkehr auf und verhindern, dass die Leute zur Arbeit kommen, um etwas für das Wirtschaftswachstum zu tun. Und sie sind nicht zu loben, denn sie begehen Straftaten nach dem Recht, das Menschen gemacht haben. Aber wann immer die Leute ihnen den Vogel zeigen, sie schwer beschimpfen und attackieren, sprechen sie ihr eigenes Urteil, zeigen sich selbst den Vogel oder sprechen manchmal sogar ihr Todesurteil aus. Denn sie beschimpfen nur ihr eigenes Spiegelbild. Denn was sind die Straftaten der Klimakleber im Vergleich zu dem Verbrechen, die Erde zu ruinieren?
Sie sagen, es hat überhaupt keinen Nutzen, was die Klimakleber tun. Aber warum ist das so? Weil sie nicht bereuen und immer weiter so wirtschaften wollen! Sie wollen sich doch von den Klimaklebern nicht aufhalten lassen.
Darum muss Jehovas Tag kommen! Vergessen wir nicht: Bei Jehova gibt es keine Parteilichkeit.
Wetten, dass …?